Konfiguration eines Mailservers unter Linux
Diese Beispielkonfiguration basiert auf der SuSE Linux Distribution (8.2 / 9.0), die Konfiguration sollte aber auch mit einer anderen Distribution nachvollziehbar sein.
Eingesetzte Module sind
Alle diese Module sind in jeder SuSE 9.0 enthalten, bei 8.xer Versionen nimmt man amavis anstelle von amavisd-new.
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ist der POP Client, er holt Email von andere Mailservern per POP (2/3) oder IMAP und gibt diese weiter an sendmail, bzw. dessen MSA ( Mail Submission Agent ) der die Mail in die Mailqueue legt per SMTP an den Server geschickte Email wird ebenfalls vom MSA übernommen, der desweiteren entscheidet, ob der Emailsender befugt ist dieses Mail Relay zu nutzen.
ist ein Pop Server, von dem andere Clients (Oulook, ~Express, Mozilla-Mail, Pegasus-Mail, etc) per POP die für ihren Account vorliegenden Email vom Server abholen können, ich nutze ihn nicht, weil er besser, performanter oder reicher an Features wäre, sondern, weil mir der Name so gefällt.
ist der
Standard Unix/Linux Mailserver, für den Heimgebrauch ist er
eigentlich viel zu mächtig und viel zu schwer zu
konfigurieren, ich nehme ihn trotzdem, erstens weil ich die
alternativen Mailserver (Exim, Postfix, Squirrelmail, ...) nicht
kenne, zweitens weil es wenig erebenderes gibt, als das Gesicht
eines ahnungslosen Beobachters, der sieht wie man seine Makrodatei
konfiguriert, oder gerade einen Blick in die sendmail.cf wirft,
(aber dazu später mehr) und drittens wenn ihr jemandem sagt Ich kann sendmail
sieht er euch anders an, als wenn ihr sagt Ich kann Postfix
(obwohl das nach meiner Meinung Blödsinn ist). Die Funktion des sendmail MTAs (
Mail Transfer Agent ) liegt darin Email aus der Warteschlange (
mqueue ) zu nehmen und der richtigen Bestimmung zuzuführen.
Das heisst, ist die mail für einen Lokalen User legt er sie in
dessen Postfach, ist sie an eine andere Domäne gerichtet gibt
sendmail diese an seinen MDA ( Mail Delivery Agent ) weiter, der
die Mail weiterschickt.
sind Schnittstellen die es einem erlauben externe Programme in den Mailzustellungsprozess einzugliedern, ist ein solches Modul aktiviert nimmt sendmail die nicht zugestellten Emails erst aus der Mailqueue, wenn diese von amavi* mit einem zusätzlichen Options -(X)-Header versehen wurden.
ist ebenfalls eine Schnittstelle, eigentlich ist Procmail dazu gedacht anhand diverser Regeln die Mailverteilung auf dem Lokalen Host zu regeln, hier wird er nur genutzt um bei dem älteren (amavis-milter) amavis Modul alle lokale Mail durch den Spamfilter zu schleusen (extern verschickte Mail wird hierbei nicht gefiltert). Der amavisd-new leitet alle Mail durch den Spamfilter, mit ihm kann man auf procmail verzichten. Ein schönes Beispiel was man mit Procmail machen kann ist niXSpam ein Procmail – Spamfilter – Script der ct/iX Redaktion.
ist ein Spamfilter, der selbst lernende Bayes Module einsetzt.
der H+B EDV Virenscanner schneidet bei allen Tests, die ich gesehen ab mittelmäsig ab ( das heisst es gibt bessere ), hat aber den Vorteil, dass er für den privaten Gebrauch kostenlos ist, ausserdem ist er im Distributionsumfang enthalten.
Konfiguration