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Nach der Konfiguration des smtp Servers nun der Pop Server. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten den Pop Server aufzusetzen, als Standalone Client, oder die Ondemand (Auf Verlangen) Variante, da 1.) eine grosse US Firma mit einem 3buchstabigen blauen Logo das ondemand Zeitalter eingeläutet hat und 2.) diese Variante geradezu lächerlich einfach ist nehmen wir sie natürlich. Wir editieren die Datei /etc/inetd.conf (gegebenenfalls nachdem wir den inetd installiert haben) und suchen eine Zeile, die ungefär so aussieht #pop3 stream tcp nowait root /usr/sbin/tcpd /usr/sbin/popper -s Wir entfernen das Komentarzeichen am Anfang der Zeile, starten den Inetd neu (rcinetd restart) und fertig. Hier noch kurz die Erklärung, was wir gemacht haben, zunächst die Funktion des inetd: Der inetd Daemon überwacht den Verkehr an allen Netzwerkschnittstellen und ordragen net den Ports auf die Anfragen gestellt werden Dienste zu, die zugehörigen Dienste/Protokolle zu den einzelnen Ports liest der inetd aus der /etc/services hier finden wir unter anderem folgende Zeilen pop3 110/tcp # Post Office Protocol - Version 3 pop3 110/udp # Post Office Protocol - Version 3 Die besagen, das auf dem Port 110 das Protokoll pop3 über Tcp und Udp läuft. Aus der Services bezieht übrigens nicht nur der inetd Informationen, vielmehr gelten die Einstellungen für das ganze System. So ist es möglich über die /etc/services Systemweit Protokolle (eigentlich Platzhalter, hier könnte auch genauso schnipp, oder schnuffi stehen) an Ports zu binden. Kommt nun eine Anfrage an Port 110 stellt der inetd fest ob er für die Zeichenkette pop3 irgendeine Regel hat. Da wir diese auskommentiert haben findet der inetd pop3 stream tcp nowait root /usr/sbin/tcpd /usr/sbin/popper -s die einzelnen Parameter stehen für pop3 <service_name> Begriff unter dem eine Zuordnung in der services stattfindet stream <sock_type> Übertragungs/Socket Typ tcp <proto> verwandtes Protokoll nowait <flags> diverse Parameter, hier die Aufforderung nicht zu warten root <user> User der den Befehl ausführt /usr/sbin/tcpd <server_path> Pfad des (TCP) Servers /usr/sbin/popper -s <args> Argumente, der letztendlich ausgeführte Befehl mit dem Programm, das die Anfrage bearbeitet -s lässt popper Statusmeldungen jeder eingegangenen Verbindung (in der /var/log/mail) machen. Hat der popper die Anfrage bearbeitet beendet er sich selbst.
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